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HORUS 2.0 als Produkt bei Airclip verfügbar

Die Erfahrungen mit HORUS® und die Erweiterungen die in diesem Modell eingeflossen sind, haben uns bewogen die Entwicklung noch weiter voranzutreiben und eine zweite Generation zu entwickeln:HORUS® 2.0.

Der neue Rahmen von HORUS® 2.0 ist jetzt noch stabiler, noch robuster und bietet noch mehr Platz. Auch das Gehäuse ist größer geworden und enthält nun neben der Steuerungselektronik einen leistungsstarken Sender für die Übertragung des Live-Video-Signals. Damit sind alle sensiblen Komponenten sicher im geschlossenen Gehäuse untergebracht und vor Regen geschützt.

Seit Anfang des Jahres ist HORUS® 2.0 nun auch als Produkt verfügbar.

Das junge Team von Airclip.de vertreibt  die Forschungsdrohne in drei Ausführungen:

  • als Quadrokopter
  • als Oktokopter und
  • als Dodekakopter

Zusätzlich bietet Airclip auch Dienstleistungen rund um die Datenerfassung aus der Luft an. Schauen Sie doch einfach mal vorbei bei:

www.airclip.de

HORUS hilft beim Katastrophenmanagement

© Foto Fraunhofer IVI

In Katastrophensituationen wie Überschwemmungen oder Havarien größeren Ausmaßes müssen oft Hilfs- und Einsatzkräfte verschiedener betroffener Staaten zusammenarbeiten. So zuletzt beim Jahrhunderthochwasser in Tschechien, Polen und Deutschland im Jahr 2002. Oft ist es aufgrund von Sprachbarrieren und unterschiedlichen Daten- und Protokollstandards nur sehr schlecht möglich die Einsatzkräfte gut zu koordinieren. An diesem Punkt setzt das Projekt IDIRA an. Die 18 Projektpartner aus 7 unterschiedlichen EU-Staaten des europäisch geförderten Projektes arbeiten nun zusammen um einheitliche Standards zu setzen. Letzten Donnerstag fand in Dresden auf dem Gelände des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ein Projekttreffen statt, zu dem erstmals alle Teilsysteme der Projektpartner zusammengefügt und im Verbund getestet werden sollten. Auch unser HORUS®, welcher in der Präsentation als fliegender Sensorknoten diente, kam zum Einsatz. Die zum Boden übermittelten Live-Daten dienten zur Verbesserung der Entscheidungslage für die Einsatzplanung der Hilfskräfte. Hier finden Sie bewegte Bilder der Drohne beim Einsatz in Dresden.

Thermografie des Geländes der TU Dresden

© Foto Fraunhofer IVI

30.06.2012

In einer Kooperation mit dem Institut für Photogrammetrie und Fernerkndung wurde am Wochenende das Areal um den Schumann-Bau und den Zeuner-Bau beflogen. Dazu wurde das Thermokameramodul an HORUS® montiert. Der erste Flug startete um 7 Uhr. Gut eine halbe Stunde nach dem Start hatte der Kopter seine Aufgabe erledigt. Dabei wurde das ganze Gelände meanderförmig überflogen und mit der kalibrierten Infrarotkamera gefilmt. Dieses Bildmaterial wird dann im Nachinein zu einem großen Plan zusammengefügt, entzerrt und weiter verarbeitet.

Da sich die Temperaturen im Laufe des Tages stark ändern, wurde die Befliegung mit dem selben Raster zweimal wiederholt: einmal um 14:00 und um 21:00. So ergibt sich eine Fülle von Daten mit einem Temperaturprofil des ganzen Tages.

Ausgrabung FG 285 in Freiberg

© Foto Fraunhofer IVI

26.06.2012

Obwohl die Aufnahme von Luftbildern die Standardandwendung einer Drohne ist, ist es schon etwas besonderes, über Leichen zu fliegen. In diesem Fall interessierte sich aber nicht die Kriminalpolizei, sondern das  Landesamt für Archäologie Sachsen für die Gebeine. Fundort war eine Ausgrabungsstätte mitten in Freiberg, wo auf einer Baustelle die Grundmauern des Dominikanerklosters St. Pauli entdeckt wurden. Derzeit arbeitet das Team vor Ort daran, die Gräber im Kreuzgang (des Klosters) und im Chor (der Kirche) freizulegen. Die Aufgabe bestand nun darin die Ausgrabungen aus der Luft zu fotografieren und dokumentieren.

Natürlich wünscht man sich als Pilot einer Drohne immer gutes Wetter und Windstille. Beides gab es leider nicht. Das war natürlich auch für die Archäologen ein Problem, da das ganze Gelände nass war und im Schlamm zu versinken drohte. Zum Glück blieben wir von weiterem Regen verschohnt und der starke Wind half mit die Grabung zu trocknen.

Für ein Flugobjekt, das weniger als 5kg wiegt, ist Wind natürlich ein Problem. Vor allem Windböen und starke Luftverwirbelungen, wie sie hier zwischen den großen Bürgerhäusern auftraten. Also hieß es, mit äußerster Vorsicht zu agieren und immer einen großen Sicherheitsabstand zu den umliegenden Wänden einzuhalten. Aber es gab ja keinen Grund zur Eile und so waren nach rund drei Stunden vor Ort alle Bilder im Kasten und außerdem noch ein paar Videoaufnahmen gemacht.